Tipps für HR und Personalentwickler zur Schulung und Fortbildung von Mitarbeitern finden? Warum nicht im Walt Disney World Resort? Schließlich finden sich die wertvollsten und innovativsten Ideen oft an ganz unerwarteten Orten.

Auf einer Fläche von 15.000 Hektar in Florida locken vier verschiedene Vergnügungsparks und zwei Wasserparks Millionen von Besuchern aus der ganzen Welt an. Diesen Sommer ließ auch ich mich locken und nahm neben vielen schönen Erinnerungen auch den einen oder anderen guten Tipp zum Thema Learning im Unternehmen mit:

Tipp Nr. 1: Knüpfen Sie an Lernformate an, die Ihre Mitarbeiter bereits kennen

Der Eingang zum “Magic Kingdom”-Park folgt dem Aufbau eines Kinobesuchs aus der Zeit seiner Eröffnung: Filmposter weisen auf die Attraktionen hin, Wagen im Eingangsbereich verkaufen Popcorn und auf den Fenstern der ersten Gebäude prangen Aufschriften, die einem Filmvorspann gleichen. Den “Hauptfilm” bieten dann die Attraktionen selbst. So erinnert der Vergnügungspark an etwas Aufregendes und emotional Angenehmes, das die Besucher aus ihrer Freizeit bereits kennen, nämlich das Anschauen eines Disney-Films im Kino.

Wie lernen Ihre Mitarbeiter in ihrer Freizeit? Sie suchen erstens (meist online) nach der Beantwortung einer konkreten Frage oder der Lösung eines bestimmten Problems. Zweitens greifen sie auf multimediale Ergebnisse zurück, zum Beispiel How-To-Videos auf YouTube sowie verschiedene Websites und Bilder.

Mithilfe von videobasiertem E-Learning und Microlearning kommen Sie diesen Lerngewohnheiten Ihrer Mitarbeiter entgegen und erhöhen sowohl ihre Motivation zum Lernen als auch den Erfolg Ihrer Schulungen.

Tipp Nr. 2: Priorisieren Sie Sicherheit und Pflicht

Bei einer Tour des “Magic Kingdom” durften wir nicht nur einmalige Einblicke hinter die Kulissen werfen (eine Märchenprinzessin mit Smartphone in der Hand sieht man nicht alle Tage), sondern auch Informationen zu den Grundsätzen des Parkmanagements erhalten. Die erste Maxime: Sicherheit. Egal, welche fantastischen Ideen und Konstruktionen entwickelt werden, an erster Stelle steht immer die Frage nach der Sicherheit der Gäste und Mitarbeiter.

Auch aufs E-Learning lässt sich diese Maxime übertragen, denn die Einhaltung von Sicherheitsmaßnahmen und gesetzlichen Pflichten muss immer an erster Stelle stehen. Das ist deutlich wichtiger, als Videos auf Hochglanz zu polieren oder didaktische Konzepte minutiös umzusetzen. Achten Sie deshalb bei der Auswahl Ihres E-Learning-Partners erstens darauf, dass möglichst schnell und effizient die Informationen vermittelt werden können, die Ihre Mitarbeiter zu ihrer eigenen Sicherheit benötigen. Zweitens entscheiden Sie sich für jemanden, mit dem Sie Lernerfolgskontrollen durchführen und auf verlässliche Weise einsehen können, wer Ihre Video-Schulungen erfolgreich durchlaufen hat.

Tipp Nr. 3: Folgen Sie technischen Entwicklungen und bleiben Sie niemals stehen

Eine meiner Lieblingsattraktionen in Walt Disney World ist das Geisterhaus. Dort stehen die Besucher anfangs in einem Raum, durch den sich ein unsichtbarer Geist bewegt. Bei seiner Eröffnung im Jahr 1971 befanden sich vier Lautsprecher im Raum, um mit einer körperlosen Stimme diese Illusion zu erzeugen. Heutzutage würde dieser Effekt jedoch nicht ausreichen, um Menschen zu beeindrucken, die von zu Hause an Surround Sound-Anlagen und hochqualitative Kopfhörer gewöhnt sind. Die Lösung? Heute befinden sich mehr als hundert verschiedene Lautsprecher im Raum, die abhängig von der Menge und Position der Besucher computergesteuert aktiviert werden. Der Effekt bleibt derselbe – ein Geist bewegt sich unsichtbar durch den Raum – doch die Technik dahinter wurde an die Erwartungen eines modernen Publikums angepasst.

Ebenso mag es vor Jahren spannend gewesen sein, sich durch Powerpoint-Folien mit langen Texten zu klicken und sich neues Wissen schulbuchartig anzulesen. Heute ändern sich jedoch Informationen zu schnell und Belegschaften fluktuieren zu häufig, um in solche Methoden noch Zeit zu investieren. Viel angemessener ist es, einen Wissenspool anzulegen, der jederzeit aktualisiert werden kann. Auch können Kollegen dann gezielt nach Informationen und Lösungen suchen, wenn sie sie benötigen. Um diese Schnelligkeit und Unterstützung “in the flow of work” gewährleisten zu können, sind neue digitale Lösungen erforderlich.

Tipp Nr. 4: Finden Sie das richtige Gleichgewicht zwischen Regulierung und freier Auswahl

Wer Disney World besucht, hat die freie Wahl zwischen einer regelrechten Masse an Freizeitangeboten. Wer Erfrischung will, geht in einen der Wasserparks. Tierliebhaber laufen durch das “Animal Kingdom”, Fans von internationaler Vielfalt schlendern durch “Epcot” und die Attraktionen bieten alle Abstufungen von entspannten Märchenfahrten über wilde Achterbahnen bis hin zum haarsträubenden freien Fall. Hat man sich dann für eine Urlaubserfahrung entschieden, greift die organisierte Steuerung der Besucherzahlen – sei es durch die Regulierung der Warteschlangen oder zeitlich geplante Events. Es herrscht also ein Gleichgewicht zwischen Entscheidungsfreiheit und Organisation.

Mit Mitarbeiterschulungen verhält es sich ähnlich. Schon beim Panel-Interview mit Experten bei unserem letzten Event wurde das Thema diskutiert, ob Weiterbildungen verpflichtend oder freiwillig sein sollten. Die Frage, wie stark sich die Personalentwicklung in Programme nach dem Muster „Mitarbeiter schulen Mitarbeiter“ einmischen sollte, ist extrem spannend. Denken Sie daran, Ihren Mitarbeitern alles mitzugeben, was sie brauchen – sei es auch technischer oder logistischer Ebene oder auch im Bereich Know-How. Mithilfe von Richtlinien als Orientierung werden sich auch mehr Menschen trauen, vor der Kamera aufzutreten und ein Video zu produzieren. Doch lassen Sie auch genügend Spielraum für Kreativität und Spaß. Nur so bleiben Mitarbeiter langfristig motiviert, ihr Wissen digital zu teilen.

Tipp Nr. 5: Erleichtern Sie die zeitliche Planung für Ihre Mitarbeiter

Ich war in Disney World & habe 5 Tipps für Personalentwickler mitgebracht

Wer nach Disneyland Paris fährt, profitiert von ein bisschen Planung, doch auch wenn man völlig spontan ist, wird man die wichtigsten Attraktionen innerhalb eines Tages besuchen können. Das viel größere Disney World ist eine völlig andere Geschichte. Wer hier nicht im Voraus plant, ist schnell desorientiert, weiß gar nicht, was es zu sehen gibt, und verpasst möglicherweise das Beste. Meine Planung wurde mir aber deutlich davon erleichtert, dass ich per App sowohl Pläne für Shows und Paraden hatte als auch Live-Informationen über die Länge der Warteschlangen. Das Geheimnis zu einem spaßigen Aufenthalt, an dem ich dennoch nichts verpasste, war Information.

Ebenso werden Mitarbeiter ihre Zeit besser einplanen können, wenn sie einerseits informiert sind und andererseits auch mobil auf diese Informationen zugreifen können. Hier sind E-Learning-Videos besonders geeignet, die man von jedem Endgerät aus abrufen kann und die sich in jedes System integrieren lassen. Wie das zum Beispiel mit SlidePresenter kinderleicht umsetzbar ist, erfahren Sie hier.