Versicherungen sind eine komplexe Materie und mindestens einmal im Jahr stellt die gesamte Branche sich auf neue Zahlen und neue Regelungen ein. Keine ist so bedeutend wie die europäische Versicherungsvertriebsrichtlinie IDD oder Insurance Distribution Directive. Seit dem 23. Februar ist diese in Kraft, doch es müssen kontinuierlich Änderungen durchgeführt und Mitarbeiter geschult werden, damit Versicherer weiterhin rechtskonform handeln können. E-Learning bietet sich hierbei als schnell umsetzbare und sichere Methode an.

Warum ist E-Learning für die IDD relevant?

Ein zentraler Aspekt der IDD ist die Weiterbildungspflicht für Versicherungsmakler bzw. Versicherungsvermittler und Servicemitarbeiter. Hierbei sind 15 Stunden pro Jahr laut EU Pflicht. Diese müssen durch Leistungskontrollen nachgewiesen und zertifiziert werden. E-Learnings sind ein ideales Mittel, um diese Weiterbildungspflicht zu erfüllen.

Welche Vorteile hat E-Learning für Versicherungen?

Interaktives E-Learning ist nachgewiesenermaßen effektiver als klassische Web-Based-Trainings (bei denen sich der Lernende durch textbeladene Folien klickt) und sogar nachhaltiger als Präsenzschulungen. Dies hat verschiedene Gründe:

  1. Videos, die mit veranschaulichenden Dokumenten angereichert werden, vermitteln Inhalte über verschiedene Kanäle (visuell & auditiv, textlich & bildlich), wodurch mehrere Lerntypen angesprochen werden und Wissen besser behalten wird.
  2. Mit E-Learning-Angeboten sind Ihre Mitarbeiter flexibler. Sie sparen Zeit, da sie nicht reisen müssen, und können sich die Inhalte in ihrem eigenen Lerntempo und auf jedem, auch mobilen, Gerät anschauen. Außerdem können sie bei Bedarf die Inhalte später noch einmal wiederholen.
  3. Mittels Quizzes und Öffnungsstatistiken lässt sich besser nachverfolgen, welche Ihrer Mitarbeiter an welchem Training teilgenommen haben und ob sie die Inhalte wirklich verstanden haben.

Zu diesen kommen noch viele weitere gute Gründe für die Verwendung von videobasierten Online-Schulungen. Speziell für Versicherungen gilt es, vor der Erstellung und Verbreitung von Online-Trainings folgende Fragen zu beantworten.

Was muss ich bei E-Learnings im Rahmen der IDD beachten?

Für wen gilt die Weiterbildungspflicht der IDD?

Bevor Sie ein Online-Training mit Ihren Mitarbeitern teilen, sollten Sie wissen, für wen diese relevant ist. Die IDD gilt für Versicherungsmakler. Um herauszufinden, ob und für welche Ihrer Mitarbeiter die Weiterbildungspflicht in Ihrem Unternehmen gilt, sollten Sie sich rechtlich beraten lassen. Es ist aber wichtig zu wissen, dass sie nicht nur Mitarbeiter im direkten Vertrieb von Versicherungen zur Weiterbildung verpflichtet, sondern auch Personen, die am Beratungsprozess beteiligt sind, auch wenn sie nicht selbst verkaufen.

Wann erfüllt eine Schulung die Weiterbildungspflicht der IDD?

Auch hier hilft Ihnen Ihre Rechtsabteilung oder ein Rechtsberater weiter. Nicht jede Art von Schulung ist nämlich geeignet, um an die geforderten 15 Stunden Weiterbildung angerechnet zu werden. Ob zum Beispiel jede Produktschulung angerechnet werden kann, ist fraglich, auch wenn Produktschulungen sicherlich auch nützlich sind, wenn sie das nötige und angemessene Niveau an Abstraktion vornehmen. Auch stellt sich die Frage, welcher Teil einer Schulung in die 15 Stunden einfließt und wie die Zeit gemessen wird, wenn beispielsweise Quizze vorhanden sind oder wenn es sich um E-Learning-Angebote handelt, bei denen der Lernende selbst das Tempo bestimmt.

Wie lässt sich der Aufwand für Lehrende und Lernende minimieren, während man den Lernerfolg maximiert?

Versicherungsvermittlung ist ein enorm breites Feld, und nicht jede Information daraus gehört in jede neue Online-Schulung. Holen Sie Ihre Zielgruppe dort ab wo sie steht und verpacken Sie neue Informationen in möglichst kleinen Lernpaketen, damit diese schneller aufgenommen werden und länger behalten werden können. Dadurch verbringen Sie weniger Zeit mit der Erstellung Ihrer E-Learnings und die Lernenden wissen in kürzester Zeit über wichtige Neuerungen Bescheid, können also auch mehr Erkenntnisse in weniger Zeit aufnehmen. Denken Sie auch daran, dass für ein erfolgreiches Training meistens kein aufwändiger professioneller Rahmen vonnöten ist. Solange Sie einen gut strukturierten Plan haben, reichen auch eine handelsübliche Webcam und ein paar knackige PowerPoint-Folien.

Über die Weiterbildungen im Rahmen der IDD hinaus finden E-Learnings auch zahlreiche andere Anwendungen in der Versicherungsbranche. Hier ein paar Beispiele:

  • Sie können Kunden unterstützend zum Verständnis von Policen und Neuerungen präsentiert werden
  • Neue Mitarbeiter können schnell, teils sogar schon vor ihrem ersten Tag durch so genanntes „Pre-Boarding“, das Unternehmen und die Versicherungsprodukte kennen lernen
  • Einzelne Versicherungsvermittler in Ihrem Unternehmen können Tipps & Tricks fürs Beratungs- und Verkaufsgespräch miteinander teilen, um so das Know-How innerhalb der Firma zu optimieren und gemeinsam die Vertriebszahlen zu steigern

Finden Sie hier heraus, warum große Versicherer wie Generali, AXA, Ergo Direkt, Basler Leben und SwissLife seit Jahren auf SlidePresenter als ihre E-Learning-Lösung zählen.