Das SlidePresenter-Event „Digital Learning Champions: Gestalten Sie die Lernkultur in Ihrem Unternehmen“ war ein voller Erfolg! Im Panel-Interview durften wir gleich drei Experten begrüßen, die von ihren Erfahrungen in ganz unterschiedlichen Phasen ihrer E-Learning-Projekte erzählten.

Was ist Lernkultur 4.0?

In einer Kultur kontinuierlichen Lernens findet Lernen nicht mehr nur an festgelegten Tagen statt, sondern ist nahtlos in den Arbeitsalltag integriert. Nach dem Motto „Lernen in the flow of work“ wird gezielt nach den Problemlösungen gesucht, die gerade benötigt werden. Die Versionsnummer 4.0 deutet an, dass jeder Lernende auch gleichzeitig zum Lehrenden wird und so ein ständiger Wissensaustausch entsteht, in dem jeder Mitarbeiter von jedem anderen neue Dinge erfahren und Trainings selbst erstellen kann.

Wo stehen die Experten aus unserem Panel-Interview?

In unserem Gespräch konnten wir eine große Spannweite abbilden, da unsere Gäste aus ganz unterschiedlichen Branchen stammen und in verschiedenen Phasen ihrer Projekte stehen.

Jan-Eric Scholten von Würth Elektronik eiSos ist als interner Trainer und Verantwortlicher Digitales Lernen in der Personalentwicklung tätig. Sein Team ist dabei, ein Learning Management System (LMS) zu implementieren und zahlreiche Video-Learning und Podcast-Projekte anzustoßen.

Dr. Sven Grzebeta von der Deutschen Börse ist Innovation Manager im Bereich HR und hat nun die Aufgabe, digitales Lernen im Unternehmen voranzutreiben. Er hat bereits Erfahrungen mit eingekauften Lerninhalten gemacht und den Bedarf für unternehmensspezifische Inhalte erkannt, die innerhalb der Firma produziert werden sollen.

Nils Henkelmann von BPW Bergische Achsen ist Schulungsreferent, sowohl für Kunden als auch für interne Mitarbeiter. Sein Team hat bereits sehr positive Erfahrungen mit selbst erstellten Produktschulungen für große Fachmessen gemacht und möchte nun ähnliche Projekte in andere Abteilungen ausweiten.

Was sind die größten Herausforderungen bei der Einführung von Lernkultur 4.0?

Das SlidePresenter-Event "Digital Learning Champions: Gestalten Sie die Lernkultur in Ihrem Unternehmen" war ein voller Erfolg! Im Panel-Interview durften wir gleich drei Experten begrüßen, die von ihren Erfahrungen in ganz unterschiedlichen Phasen ihrer E-Learning-Projekte erzählten.
1. Alle Trainer und Lernenden unter einen Hut bringen

Als Verantwortliche im Bereich HR wissen unsere Sprecher, dass der Mensch das zentrale Element jedes Lernprojekts sein muss. Entsprechend liegt allen dreien am Herzen, die Individualität und unterschiedliche Persönlichkeit ihrer Mitarbeiter wertzuschätzen und bei der Planung einer neuen Lernkultur zu berücksichtigen. So erwähnte Dr. Grzebeta, dass manche Kollegen von Natur aus sehr neugierig und wissbegierig sind, auch unabhängig von der gelehrten Materie; andere wiederum weniger. Herr Henkelmann wies auf Unterschiede in der Affinität zu neuen Technologien hin – manche freuen sich über Innovationen, während andere zunächst misstrauisch sind.

2. Freiwillig oder Pflicht?

Für Herrn Scholten hat die Frage hohe Priorität, ob Schulungen verpflichtend oder freiwillig sein sollten. Die Gefahr bei freiwilligen Trainings ist, dass kaum jemand sie absolviert. Andererseits ist es wichtig, dass Lernen selbstbestimmt und intrinsisch motiviert ist. Problematisch wird es auch dann, wenn Mitarbeitern ihre Wissenslücken und ihr Bedarf nach Weiterbildung gar nicht bewusst ist. Das richtige Gleichgewicht zu finden kann schwierig sein.

3. Die Ressource Zeit

Alle drei unserer Sprecher finden es besonders schwierig, ihre Mitarbeiter zu überzeugen, sich den Raum und die Zeit zu nehmen, um nicht nur Trainings zu absolvieren, sondern auch selbst Inhalte zu produzieren. Die Zeit für ein Präsenzseminar wird gerne aufgebracht, aber bei digitalen Trainings (die ja sogar viel schneller gehen), ist die Motivation nicht immer genauso hoch.

Wie bewältigen Experten diese Herausforderungen?

1. Verbindlichkeit schaffen

BPW erhöht die Verbindlichkeit ihrer Schulungen dadurch, dass Mitarbeiter sichtbar gemacht werden. Wer ein Trainingsvideo erstellt, wird dazu ermutigt, persönlich vor der Kamera zu erscheinen. So wird die Verbindung zwischen Lehrenden und Lernern gestärkt, denn man sieht die eigenen Kollegen neben den relevanten Lerninhalten. Ferner wird das interne Marketing dazu genutzt, auf neues Lernmaterial hinzuweisen und die Lust am Lernen zu schüren.

2. Den Mehrwert herausstellen

Bedarfsorientierung ist auch in der Lernkultur 4.0 extrem wichtig. Wenn Wissenslücken durch E-Learnings geschlossen werden können, müssen Mitarbeiter über diese Möglichkeiten Bescheid wissen. Um die Motivation zum Lernen zu steigern, muss bei freiwilligen Trainings auf den Mehrwert der Schulungen hingewiesen werden. Den Kollegen muss klar sein, dass die für sie erstellten E-Learnings enorm nützlich sein können. Geschichten über erfolgreich aufgestiegene Team-Mitglieder und Projekte zu erzählen kann hierbei besonders hilfreich sein.

3. Positives Feedback nutzen

Wer bereits festgestellt hat, dass kurze Videos zu produzieren viel schneller geht, als an einer Präsenzschulung teilzunehmen, der weiß, dass sich „Lernen in the flow of work“ enorm lohnt. Durch das positive Feedback der ersten „Early Adopter“ aus einem Unternehmen werden auch andere Mitarbeiter dazu angeregt, ihre Zeit in die Erstellung und den Konsum von E-Learnings zu investieren. Das heißt ganz praktisch: Am Anfang braucht man nur ein paar begeisterte Team-Mitglieder – sie werden schon sehr bald den Rest Ihrer Mitarbeiter begeistern.

Sie wollen noch mehr Lösungen zur Lernkultur 4.0 hören? Schon bald steht das Panel-Interview mit unseren Gästen als kostenloser Download zur Verfügung. Melden Sie sich zu unserem Newsletter an und verpassen Sie nicht die ganz praktischen Erfahrungsberichte und Tipps von echten Experten.